Wenn Fische schreien könnten...
«Wenn Fische schreien könnten …» – Hansjörg Dietiker, Herausgeber der Fischerzeitung Petri Heil, lässt diesen Satz nicht einfach im Raum stehen. Er beendet ihn mit einem traurigen Fazit: «… dann würden wir das quer durch die Schweiz überall hören.»
Gemeint sind Äschen und Forellen, die zu den Salmoniden, also den lachsartigen Fischen, gehören und in unseren Bächen und Flüssen leben. Ihr Problem: die Hitze.
Bei 25 Grad folgt das Verenden
Steigen die Wassertemperaturen über 25 Grad, können Äschen und Forellen nicht überleben. Der Sommer 2003 zeigte bereits, was hohe Temperaturen anrichten: Zehntausende Fische starben. Ähnliches wiederholte sich in den Hitzesommern 2018 und 2022.
Nun ist es 2026 erneut sehr heiss und dauerhaft trocken. Bäche versiegen, zurück bleiben Tümpel, in denen die Fische eingeschlossen sind und verenden. Für die Fischbestände könnte dieser Sommer der bisher schlimmste werden.
Bäche führen zu wenig Wasser
Linth24 hat verschiedene Bäche fotografiert. Die Bilder zeigen: Für die Fische sieht es vielerorts schlimm aus. Wo wenig Wasser fliesst, erwärmt es sich besonders schnell. Für die empfindlichen Salmoniden wird der Lebensraum damit zur tödlichen Falle.
Verschwinden grosse Teile der Bestände, kann es Jahre dauern, bis sich die Populationen erholen. Wie Linth24 bereits berichtet hat, kann dies sogar Jahrzehnte dauern.
Wenn Hitze zur Regel wird
Noch schwerwiegender wäre es, wenn Sommer wie 2003, 2018, 2022 und nun 2026 nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel würden. Dann könnten sich die Bestände nicht mehr ausreichend erholen. Was heute wie ein schlimmer Sommer aussieht, könnte für unsere Fische zur tödlichen Normalität werden.