Bülach startet ohne Lehrschwimmbecken
Für die Bülacher Schülerinnen und Schüler beginnt heute das neue Schuljahr. Doch im Schulhaus Schwerzgrueb fällt der Start teilweise ins Wasser: Das Lehrschwimmbecken bleibt vorerst geschlossen. Grund sind erneut technische Probleme mit dem Hubboden.
Während der Reinigungsarbeiten in den Sommerferien stellte sich heraus, dass zwei Kolbenstangen der Hydraulikzylinder komplett ersetzt werden müssen. Die benötigten Ersatzteile wurden umgehend bestellt. Ihre Lieferfrist beträgt allerdings zehn bis zwölf Wochen, wie Marco Lobsiger, Leiter Bildung, gegenüber zu24 mitteilt.
Damit dürfte die Zwangspause noch einige Wochen dauern. Nach aktuellem Stand könnte das Becken im besten Fall nach den Herbstferien wieder öffnen. Je nach Verlauf der Reparatur kann sich die Wiederinbetriebnahme bis Ende Oktober 2026 verzögern.
Schon im Frühling geschlossen
Es ist bereits die zweite längere Schliessung in diesem Jahr. Das Lehrschwimmbecken war vom 23. März bis zum 4. Mai 2026 ausser Betrieb. Damals hatte ein technischer Defekt an der Verstellung des Hubbodens zur vorübergehenden Stilllegung geführt.
Nach einer Analyse durch Fachpersonen entschied sich die Schule aus Sicherheitsgründen für die Schliessung. Die Reparatur konnte bis zum Ende der Frühlingsferien abgeschlossen werden. Danach wurde das Becken wieder vollständig in Betrieb genommen.
Diese Kinder sind betroffen
Die erneute Schliessung trifft die Klassen vom zweiten Kindergarten bis zur vierten Primarklasse. Die Kindergartenklassen haben alle sechs Wochen Schwimmunterricht. Bei den Primarklassen steht dieser alle zwei Wochen auf dem Stundenplan. Dieser Rhythmus federt den Ausfall teilweise ab.
Ganz auf Schwimmunterricht verzichten sollen die Kinder nach Möglichkeit nicht. Die Schule sucht nach freien Zeitfenstern im Hallenbad Hirslen. Bei geeigneter Witterung können die Schwimmlehrpersonen zudem ins Freibad Bülach ausweichen. Fallen Schwimmlektionen vollständig aus, finden stattdessen Sportunterricht oder andere schulische Aktivitäten statt.
Aus Sicht der Schule sind die vorgeschriebenen Schwimmkompetenzen der Kinder trotz des Ausfalls nicht gefährdet. Die Primarschule Bülach bietet mehr Schwimmunterricht an, als der Lehrplan verlangt.
Auch Vereine sitzen auf dem Trockenen
Nicht nur die Schulkinder müssen auf das Becken verzichten. Auch die eingemieteten Vereine können es vorübergehend nicht nutzen. Für sie gibt es derzeit keine Ausweichmöglichkeit. In der Region fehlen laut der Schule die nötigen Kapazitäten.
Wann im Schwerzgrueb wieder regulär geschwommen werden kann, hängt nun von der Lieferung der Ersatzteile und den anschliessenden Arbeiten ab. Im besten Fall endet die Zwangspause nach den Herbstferien. Andernfalls bleibt das Lehrschwimmbecken bis Ende Oktober geschlossen.