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In wenigen Tagen beginnt im Kanton Zürich das neue Schuljahr. Für viele Kinder bedeutet dies den ersten selbstständigen Schulweg – eine Situation, die jedes Jahr besondere Aufmerksamkeit im Strassenverkehr erfordert. Der Touring Club Schweiz (TCS) erinnert daran, dass gerade die jüngsten Verkehrsteilnehmenden Gefahren oft noch nicht richtig einschätzen können.
Kinder lernen zwar im Verkehrsunterricht, vor einem Fussgängerstreifen anzuhalten und die Strasse erst zu überqueren, wenn ein Fahrzeug vollständig stillsteht. Ob ein Auto tatsächlich anhält oder wie schnell es sich nähert, können sie jedoch häufig noch nicht zuverlässig beurteilen. Hinzu kommt, dass sie aufgrund ihrer Körpergrösse leichter übersehen werden und sich im Strassenverkehr oft spontan verhalten.
Mehr Polizeipräsenz zum Schulbeginn
Zum Schulstart wird zum Beispiel die Stadtpolizei Kloten deshalb auf den Schulwegen sowie im Umfeld von Schulen und Kindergärten verstärkt präsent sein. Besonderes Augenmerk gilt dem sogenannten «Elterntaxi». Fehlverhalten beim Anhalten, Parkieren sowie beim Ein- und Aussteigenlassen von Kindern werde konsequent geahndet.
Der TCS empfiehlt Fahrzeuglenkenden, in der Nähe von Schulhäusern und Bushaltestellen besonders vorsichtig zu fahren, die Geschwindigkeit frühzeitig zu reduzieren und vor Fussgängerstreifen vollständig anzuhalten. Auf Handzeichen oder die Lichthupe sollte dagegen verzichtet werden, da Kinder dadurch unüberlegt auf die Fahrbahn laufen könnten, ohne auf den übrigen Verkehr zu achten.
Schulweg gemeinsam üben
Auch die Eltern stehen in der Verantwortung. Der TCS empfiehlt, den Schulweg vor Schulbeginn mehrmals gemeinsam mit dem Kind zu üben und dabei den sichersten statt den kürzesten Weg zu wählen. Kinder sollten den Weg möglichst zu Fuss zurücklegen. Dadurch lernen sie, Verkehrssituationen selbstständig einzuschätzen und gewinnen mit der Zeit Sicherheit.
Wer sein Kind dagegen regelmässig mit dem Auto bis vor das Schulhaus fährt, trägt ungewollt zu gefährlichen Situationen bei. Gerade die sogenannten Elterntaxis sorgen vor vielen Schulen für unübersichtliche Verkehrsverhältnisse und erhöhen das Unfallrisiko.
Kinder lernen durch Vorbilder
Die Fachleute erinnern zudem daran, dass Kinder das Verhalten der Erwachsenen nachahmen. Eltern und andere Verkehrsteilnehmende sollten deshalb stets mit gutem Beispiel vorangehen – sei es zu Fuss, auf dem Velo oder am Steuer eines Autos. Denn ein sicherer Schulweg beginnt nicht erst vor dem Zebrastreifen, sondern bereits beim Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden.