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Region Bülach
15.08.2026

Der Horst ist leer: Das war die Storchen-Saison 2026

Bild: Storchencam Glattfelden
Fünf Küken, dramatische Angriffe und drei erste Flüge: Auf dem Glattfelder Spinnereikamin ist eine bewegte Storchen-Saison zu Ende gegangen.

Auf dem alten Spinnereikamin in Glattfelden ist Ruhe eingekehrt. Der Horst, in dem während Monaten gebrütet, gefüttert und um den Nachwuchs gekämpft wurde, bleibt inzwischen meist leer. Die GlattfelderApp hat die bewegte Saison von Judith und Gottfried begleitet. Nun ist es Zeit für einen Rückblick auf Monate voller Höhen und Tiefen.

Ende Februar kehrte das Storchenpaar nach Glattfelden zurück. Wenig später begann Judith mit der Eiablage. Zwischen Ende März und Anfang April kamen insgesamt fünf Eier zusammen.

Doch schon während der Brut wurde es turbulent. Anfang April tauchte erstmals ein fremder Storch am Horst auf. Besonders dramatisch wurde es am 18. April. Nach einem Angriff blieb Judith während Stunden verschwunden. Gottfried sass währenddessen allein bei den fünf Eiern. Erst am Nachmittag kehrte Judith zurück und setzte die Brut fort.

Später folgte die nächste erfreuliche Etappe. Aus allen fünf Eiern schlüpften Küken. Judith und Gottfried hatten nun alle Flügel voll zu tun und versorgten den Nachwuchs mit Futter.

Die Freude hielt jedoch nicht ungetrübt an. Ende Mai wurde das kleinste Küken von einem Altstorch aus dem Horst geworfen. Bereits am folgenden Tag starb ein weiteres Jungtier. Von den ursprünglich fünf Jungstörchen blieben damit drei übrig.

Diese drei entwickelten sich weiter und wurden zunehmend selbstständig. Anfang Juli begann die letzte grosse Etappe. Am 5. Juli verliess der erste Jungstorch erstmals fliegend den Horst. Kurz darauf folgten seine beiden Geschwister.

Am 16. Juli verliessen schliesslich alle drei gemeinsam das Nest. Damit ging die Zeit des Nachwuchses auf dem Spinnereikamin ihrem Ende entgegen. Anfang August wurde zwar nochmals ein Jungstorch am Horst beobachtet. Ob es sich tatsächlich um eines der drei Tiere aus Glattfelden handelte, blieb allerdings unklar.

Zurück bleibt damit eine aussergewöhnliche Saison. Aus fünf Eiern wurden fünf Küken. Zwei Jungtiere überlebten nicht. Drei schafften den Schritt in die Selbstständigkeit. Dazwischen sorgten Angriffe fremder Störche und das zeitweise Verschwinden von Judith für dramatische Momente.

Nun ist es auf dem Kamin wieder still geworden. Wer die Störche und andere Geschichten aus Glattfelden weiterverfolgen möchte, findet aktuelle Informationen in der GlattfelderApp. Und spätestens im kommenden Frühling dürfte sich der Blick vieler wieder nach oben richten, wenn auf dem Spinnereikamin eine neue Storchen-Saison beginnen könnte.

mj
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