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Kanton Zürich
10.08.2026

«Villa Florhof»–das neue Luxus-Juwel

Florhof– Team, vorne v.l.n.r: Tanja Wegmann, Chiara Stutz, Kilian Rainalter. Hinten v.l.n.r: Julien Beltzung, Tamara Baumgartner, Sandra Rohrer.
Florhof– Team, vorne v.l.n.r: Tanja Wegmann, Chiara Stutz, Kilian Rainalter. Hinten v.l.n.r: Julien Beltzung, Tamara Baumgartner, Sandra Rohrer. Bild: Ursula Litmanowitsch
Mitten in der Zürcher Altstadt ist ein Stück Stadtgeschichte zurück: Die Villa Florhof feiert Wiedereröffnung mit Lalique-Glamour und zwei Schweizer Schwergewichten im Hintergrund.

Zürich hat ein neues Luxusrefugium. Am 1. August öffnete die Villa Florhof an der Florhofgasse wieder ihre Türen. Das historische Haus zwischen Niederdorf und Hochschulquartier ist das erste Lalique-Boutique-Hotel in Zürich. Hinter dem spektakulären Comeback stehen mit Lalique-Chef Silvio Denz und Unternehmer Peter Spuhler zwei bekannte Schweizer Namen. Die beiden hatten das Gebäude 2022 erworben und damit die aufwendige Restaurierung ermöglicht.

Ein Haus mit 500 Jahren Geschichte

Der Florhof ist weit mehr als ein chices Refugium. Seine Geschichte reicht weit zurück: 1447 wurde der Standort erstmals erwähnt. Ab dem 16. Jahrhundert war das Anwesen eng mit der Zürcher Seidenindustrie verbunden – jener Branche, die Zürich einst zu einem wichtigen europäischen Zentrum der Seidenproduktion machte. 

1908 wurde der Florhof erstmals als Hotel und Pension eröffnet. Über Jahrzehnte entwickelte er sich zu einem diskreten Treffpunkt für Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle. Namen wie Günter Grass, Henri Cartier-Bresson, Eugène Ionesco, Michael Ende, Bruno Ganz und Christopher Lee finden sich in den Gästebüchern. Seit 1973 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. 

Aus dem ehemaligen Hotel Florhof ist neu die Villa Florhof geworden. Bild: Ursula Litmanowitsch

13 Zimmer, jedes ein Einzelstück

Jetzt wurde das historische Gebäude mit viel Fingerspitzengefühl restauriert und in ein intimes Luxus-Boutique-Hotel mit nur 13 Zimmern und Suiten verwandelt. Jedes Zimmer trägt einen eigenen Namen aus der Welt von René Lalique. Dazu kommt die Handschrift des Lalique Interior Design Studios: Kristall, Glas und Licht spielen überall eine zentrale Rolle.

Neptun–Brunnen im Innenhof der Villa Florhof. Bild: Ursula Litmanowitsch

Im Zeichen des Seidenfalters

Der spektakulärste Hingucker dürfte das Treppenhaus sein: 23 einzeln beleuchtete Kristall-Schmetterlinge scheinen dort durch die Luft zu fliegen. Noch eine Nummer grösser wird es im künftigen Signature Restaurant: Dort sollen 104 grosse Kristall-Schmetterlinge die Decke schmücken. 

Auch der britische Künstler Damien Hirst ist mit von der Partie. 14 farbige Kristall-Seidenfalter–Schmetterlingsspaneele  aus seiner Zusammenarbeit mit Lalique hängen im Erdgeschoss. 

Lalique–Leuchter zieren alle Räume. Bild: Ursula Litmanowitsch

Brasserie schon offen – Gourmetrestaurant folgt

Auch kulinarisch will der Florhof hoch hinaus. Die «Bar & Brasserie» mit Gartenterrasse ist bereits geöffnet. Küchenchef John Schiffmann setzt auf hochwertige Produkte und eine entspannte Küche. Das grosse Signature Restaurant in den historischen Räumen im ersten Stock soll im Herbst 2026 eröffnen. Dazu kommen ein altehrwürdiger Gewölbe-Weinkeller für Degustationen und private Dinner sowie der Salon Davidoff, eine exklusive Zigarren-Lounge.

Chef–Sommelier John Beltzung im historischen Weingewölbekeller. Bild: Ursula Litmanowitsch

Spuhler und Denz setzen auf Zürcher Geschichte

Dass aus dem alten Florhof ein solches Luxusprojekt werden konnte, ist auch den Eigentümern zu verdanken. Silvio Denz, Mehrheitseigner und Chairman der Lalique Group, treibt die Verbindung von Kristall, Design, Gastronomie und Hotellerie voran. Unternehmer Peter Spuhler (Stadler Rail AG) gehört als Miteigentümer ebenfalls zu den entscheidenden Figuren hinter der Wiederbelebung des Hauses. 

Operativ führt Tanja Wegmann, welche auch das «Les Trois Rois» in Basel geleitet hat, als General–Managerin das Haus. Sie begleitete die Transformation des Florhofs von den ersten Projektphasen an. 

Brasserie mit Aussenterrasse ist bereits offen. Bild: Ursula Litmanowitsch

Eine kleine Villa mit grosser Strahlkraft

Der Florhof will bewusst kein riesiger Hotelkasten sein. 13 Zimmer, persönliche Betreuung, historische Substanz und viel Handwerkskunst sollen das Gefühl eines privaten Hauses vermitteln – mitten im Herzen von Zürich. Grossmünster, Kunsthaus und Bahnhofstrasse liegen praktisch vor der Haustür. 

Damit ist der Florhof zurück – historischer Zürcher Charme trifft auf französischen Luxus und eine ordentliche Portion Glamour. Nach über einem Jahrhundert als Hotel beginnt für das alte Haus nun ein ganz neues Kapitel.

Ursula Litmanowitsch
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