Bülacher Mauro Schmid schreibt Tour-Geschichte
Der Bülacher Mauro Schmid hat sich einen Platz in den Schweizer Radsport-Geschichtsbüchern gesichert. Der 26-Jährige gewann am Freitag die 13. Etappe der Tour de France von Dole nach Belfort und feierte damit den grössten Erfolg seiner bisherigen Karriere.
205 Kilometer lang kämpfte sich Schmid durch die längste Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. Die Entscheidung fiel erst auf den letzten Kilometern. Rund 16 Kilometer vor dem Ziel lancierte der Profi von Jayco-AlUla nach der Abfahrt vom Ballon d'Alsace die entscheidende Attacke. Nur der Kolumbianer Harold Tejada konnte folgen.
Im Schlusssprint bewies Schmid starke Nerven. Anders als vor einem Jahr, als er einen Zweiersprint knapp verlor, liess er sich diesmal nicht aus der Ruhe bringen. Er überliess Tejada zunächst die Führung, wartete geduldig und zog im perfekten Moment vorbei. Den Triumph genoss der Bülacher ausgiebig und überquerte die Ziellinie sogar mit einem Jubel auf dem Hinterrad.
Für die Schweiz ist der Erfolg historisch. Zuletzt hatte 2020 Marc Hirschi eine Etappe an der Tour de France gewonnen. Nun sorgt Mauro Schmid dafür, dass nach sechs Jahren wieder ein Schweizer ganz oben auf dem Podest steht.
Während Schmid den Tagessieg bejubelte, verteidigte Tadej Pogacar das Gelbe Trikot ohne Probleme. Im Gesamtklassement machte Tom Pidcock als Etappendritter einen grossen Sprung auf Rang vier.
Der Fokus lag in Belfort jedoch auf dem Mann aus Bülach. Mit einer mutigen Attacke, perfekter Renneinteilung und einem eiskalten Sprint sorgte Mauro Schmid für einen der grössten Momente seiner bisherigen Karriere.