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07.08.2026

Briefpost wird teurer

Die Nachfrage für Briefpost sinkt. (Symbolbild)
Die Nachfrage für Briefpost sinkt. (Symbolbild) Bild: Post
Die Schweizerische Post erhöht die Preise für Standardbriefe erneut. Ab dem 1. Januar 2027 kostet ein A-Post-Brief Fr. 1.40.

Ab 1. Januar 2027 müssen Kundinnen und Kunden der Schweizerischen Post für Standardbriefe deutlich tiefer in die Tasche greifen.

A-Post-Preis steigt um 16,7 Prozent

Ein A-Post-Standardbrief kostet künftig 1.40 Franken statt bisher 1.20 Franken. Das entspricht einer Preissteigerung von über 16 Prozent. Der B-Post-Brief verteuert sich von 1.00 auf 1.10 Franken, was einem Aufschlag von 10 Prozent entspricht.

Auch Zusatzleistungen wie A-Post Plus oder Einschreiben werden um 20 Rappen teurer. Internationale Dokumentensendungen und B-Post-Massensendungen sind ebenfalls von den Preisanpassungen betroffen.

Briefpost nimmt weiter ab

Die Post begründet die höheren Preise mit dem anhaltenden Rückgang des Briefvolumens. In den vergangenen 20 Jahren habe sich die Zahl der verschickten Briefe nahezu halbiert. Gleichzeitig seien die Kosten für Transport, Sortierung und Zustellung kontinuierlich gestiegen. Die Preisanpassung sei notwendig, um die gesetzliche Grundversorgung weiterhin ohne Steuergelder sicherzustellen.

Auffällig ist jedoch das Ausmass der Erhöhung: Mit knapp 17 Prozent beim A-Post-Brief liegt die Preissteigerung deutlich über der aktuellen Teuerung. Kritiker dürften deshalb einwenden, dass die verbleibenden Briefkunden zunehmend die sinkenden Sendungsmengen finanzieren müssen.

Angesichts der zunehmenden Digitalisierung könnte dies den Rückgang der Briefpost zusätzlich beschleunigen – und die Frage aufwerfen, ob weitere Preiserhöhungen in den kommenden Jahren folgen werden.

Pakete bleiben gleich teuer

Keine Änderungen gibt es bei den Paketpreisen für Privatkunden und KMU. Auch die kostenlose Abholung online frankierter Pakete (pick@home) sowie der Online-Frankierungsrabatt von 1.50 Franken bleiben bestehen, wie es in einer Mitteilung der Post heisst.

Neu: Volumenbrief

Neu führt die Post den Volumenbrief ein. Für 4.20 Franken können künftig leichte, aber sperrige Sendungen verschickt werden. Das neue Angebot schliesst die Lücke zwischen Brief und Paket und beinhaltet eine Sendungsverfolgung.

Einigung mit dem Preisüberwacher

Die neuen Tarife sind Teil einer Vereinbarung mit dem Preisüberwacher und gelten bis Ende 2029. Nach Angaben der Post stellt der Kompromiss sicher, dass sowohl die Interessen der Kundschaft als auch die wirtschaftlichen Anforderungen des Unternehmens berücksichtigt werden.

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Zürioberland24/bt
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